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Brand 5. Lagerhallenbrand mit Ausbreitungsgefahr

Lagerhallenbrand mit Ausbreitungsgefahr auf Gefahrstofflager

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Mit diesem Einsatzstichwort wurden die Einsatzkräfte der Löschbezirke Lockweiler-Krettnich, Wadern, Wadrill, Noswendel und Primstal angefordert. Schon auf der Anfahrt konnte eine extreme Rauchentwicklung wahrgenommen werden. Somit galt es für die Einsatzkräfte, extrem schnell zu handeln um eine Ausbreitung zu verhindern und damit eine angrenzende Lagerhalle und das Betriebsgebäude zu schützen. Schon direkt nach dem Eintreffen des ELWs aus Wadern wurden somit die ersten beiden Einsatzabschnitte gebildet. So betraf der Einsatzabschnitt 1 die Brandbekämpfung im rückwärtigen Gebäudeteil, Einsatzabschnitt 2 wurde eine massive Riegelstellung über die Drehleiter vorgenommen um die weiteren Gebäudeteile zu schützen was auch sehr gut gelang. Nach einer Erkundung eines ersten Trupps im Innenangriff wurde sichtbar, dass im Inneren der Halle 2 ca 20 Tonnen schwere Abrollbehälter mit ölgetränkten Betriebsstoffen wie Lappen, Filtermatten etc. Brannten. Die Brandausbreitung konnte hier durch den massiven Innenangriff gestoppt werden. 
Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurde aufgrund der Vielzahl der weiterhin alarmierten Einsatzkräfte ein Bereitstellungsraumin Höhe der Firma ThyssenKrupp eingerichtet. (Lbz. Nunkirchen mit GW-Logistik; ABC-Zug Landkreis Merzig-Wadern; Drehleiter aus Losheim; ELW mit Drohne der Gemeinde Beckingen; MHD Nunkirchen (Drohne und Sanitätsdienst); DRK Betreuungseinheit; GW-Atemschutz Merzig). Von hier aus konnten die Einheiten weiter koordiniert und zielstrebig eingesetzt werden. Somit wurden im weiteren Einsatzverlauf 4 weitere Einsatzabschnitte gebildet. Im Abschnitt Atemschutzlogistik wurde die Versorgung mit Ersatzgeräten und Flaschen für die Atemschutzgeräteträger sichergestellt. Der Abschnitt Sanität kümmerte sich um die Medizinische Absicherung des Einsatzes und Verpflegung der Einsatzkräfte. Vom Abschnitt Wasserversorgung wurde eine Wasserleitung über eine lange Wegestrecke aufgebaut, um für eine etwaige Brandausbreitung gewappnet zu sein. Zur Warnung der Bevölkerung wurden die Beiden Warnapps NINA und KATWARN ausgelöst und im Radio die Anwohner auf das Brandereignis aufmerksam gemacht um Türen und Fenster geschlossen zu halten, da im ersten Moment nicht ersichtlich war, ob durch das Brandereignis Gefahrstoffe in die Luft gelangen. Der ABC-Zug konnte glücklicherweise keine erhöhte Schadstoffbelastung in der Luft und im Wasser nachweisen. Weiterhin wurde durch diesen eine Löschwasserrückhaltung durch absperren der Kanäle im unmittelbaren Bereich durchgeführt. Im Einlauf der Kläranlage wurde eine Ölsperre gesetzt. Im weiteren Einsatzverlauf wurde von Wasser auf Schaum umgestellt. Genügend Schaummittel stellte hier der TLF 24/50 aus Losheim sowie der AB Sonderlöschmittel der Stadt Merzig zur Verfügung. Nachdem die brennenden Abrollbehälter ins Freie verbracht wurden, wurden diese noch mit Schaum geflutet um eine Rückzündung zu verhindern. Das THW des Ortsverbands Wadern übernahm die weitere Ausleuchtung der Einsatzstelle sowie die Unterstützung der Löscharbeiten mit schwerem Technischen Gerät. Nach dem Ende der Löscharbeiten konnte um ca 21 Uhr der Großteil der Einsatzkräfte abrücken. Der Löschbezirk Lockweiler-Krettnich stellte noch bis ca 0 Uhr eine Brandwache. Die durch eine Großübung vor einigen Jahren gewonnene Übungserfahrung an diesem Objekt konnte positiv genutzt werden um schnell reagieren zu können. Somit konnte der Rest des Betriebsgeländes geschützt werden. Im Einsatz waren insgesamt 166 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW, Rettungsdienst, Landesamt für Umwelt und Arbeitsschutz, MHD, DRK und Polizei. 
Wir möchten uns gerne an dieser Stelle bei den eingesetzten Einsatzkräften und den unterstützenden Einheiten für die gute und reibungslose Zusammenarbeit bedanken.


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