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Die Alarm- und AusrückeOrdnung legt fest, welches Fahrzeug aus welchem Löschbezirk zu einem definierten Ereignis alarmiert wird.
Je nach Stichwort werden auch gleichzeitig mehrere Löschbezirke alarmiert um benötigte Einheiten schnell zur Einsatzstelle zu bringen.
In der AAO wird weiterhin festgelegt, welches Fahrzeug in welcher Reihenfolge ausrückt.

 

ABC steht hier für Atomare, Biologische und Chemische Gefahren. (siehe auch CBRN) Um mit diesen gefährlichen Stoffen und Gütern umgehen zu können, gibt es bei den freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Merzig-Wadern eine spezielle Einheit, der so genannte Gefahrstoffzug.

 

Durch Meldeempfänger (DME) und Sirenen werden die Feuerwehrleute alarmiert - egal ob Tag oder Nacht.
Egal was diefreiwilligen Feuerwehrleute gerade tun: Jetzt heißt es schnell sein.
Ab Alarm bis zum Eintreffen an der Einsatzstelle läuft die Uhr - nur 8 Minuten sollte es dauern bis das erste Fahrzeug vor Ort ist.

 

Eine Mitgliedschaft in der Feuerwehr ist schon ab 6 Jahren in der Kinderfeuerwehr möglich. Zwischen 8 und 10 können die Kinder aus der Kinderfeuerwehr in die Jugendfeuerwehr wechseln. Oder natürlich auch direkt dort anfangen. Ab 16 Jahren geht es in die aktive Einsatzabteilung.
Mit 18 Jahren kann dann die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger gemacht werden. Die Altersgrenze zum Übertritt in die Altersabteilung liegt derzeit bei dem gesetzlichen Renteneintrittsalter. Um jedoch mit der Grundausbildung anzufangen ist es nie zu spät.

Der Angriffstrupp ist der erste Trupp, der in der Regel zur Menschenrettung und Brandbekämpfung eingesetzt wird.
Er besteht in der Regel aus 2 Mitgliedern und ist Teil der Staffel (2 Trupps / 6 Feuerwehrangehörige) oder Gruppe (3 Trupps / 9 Feuerwehrangehörige)

 

Die Ausbildung in der Feuerwehr fängt mit der Truppmann/frau-Ausbildung an. Nach dieser folgen Aufbaulehrgänge wie Funk, Atemschutz und Maschinist sowie der Truppführer-Lehrgang. Ab dann geht es auf die Landes-Feuerwehrschule. Hier können technische Lehrgänge, Führungslehrgänge und andere Fort- und Weiterbildungen gemacht werden. Wem auch das nicht genug ist, kann bis zur Bundesakademie in Bad Neuenahr-Ahrweiler gelangen um dort Stabslehrgänge und ähnliches zu belegen.

 

der A-Schlauch mit einem Durchmesser von 110 mm wird in der Feuerwehr meist als formstabiler Schlauch (also nicht als Faltschlauch) genutzt.
Im Gegensatz zum  Faltschlauch ist er stabiler, benötigt jedoch auch wesentlich mehr Platz im Fahrzeug.
Mit Hilfe dieses Schlauches wird das das Löschwasser aus einem Gewässer oder Behälter in die Pumpe gesaugt.

 

Freiwillige Feuerwehrleute befinden sich so gesehen immer in Bereitschaft: 24 Stunden / 365 Tage.
Da jedoch nicht immer alle am Einsatz teilnehmen können (z.B. Arbeitsstätte weiter weg, etc.) werden ca. 3x so viele Feuerwehrangehörige wie benötigt werden alarmiert. Hierdurch sind trotzdem dann die benötigten Fahrzeuge besetzt und können den Einsatz professionell abarbeiten. Doch auch hier trifft der demographische Wandel die Feuerwehren und Löschbezirke immer härter. Damit wir unsere Einsatzbereitschaft auch in Zukunft aufrecht erhalten können, brauchen wir neue Mitglieder. Ob in der Jugendfeuerwehr, ob Quereinsteiger, informiert euch und werdet Mitglied.

Eine Berufsfeuerwehr (BF) ist eine Einrichtung, die nur für Großstädte verpflichtend sind. im Saarland gibt es nur eine einzige Berufsfeuerwehr.
Diese ist in Saarbrücken beheimatet und besitzt 2 Wachen die rund um die Uhr besetzt sind.
Somit ist der Rest des Saarlandes auf seine freiwilligen Feuerwehren angewiesen.

 

Brandmeldeanlagen sind Einrichtungen, die oftmals in großen Gebäuden eingebaut sind. Diese vernetzen die dort vorhandenen Rauchmelder und andere Sensoren (Hitzemelder etc.) und lösen selbstständig bei einer Leitstelle Alarm aus. Hierdurch wird die Feuerwehr sehr früh alarmiert und ist in der Lage, den Brand oft noch im Anfangsstadium zu Bekämpfen.

Als BOS bezeichnet man die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, worunter auch die Feuerwehr fällt.
Neben dieser zählt unter anderem auch das THW oder der Rettungsdienst zu den BOS.

 

Brand 1-5 stehen für Einsatzstichwörter in der AAO. Während bei einem "Brand 1" in der Regel ein Löschfahrzeug (LF) ausreicht (z.b. Containerbrand) werden bei einem Brand 4 (z.b. Zimmerbrand mit Menschenrettung) mehrere Löschfahrzeuge, Hubrettungsfahrzeug und Einsatzleitwagen alarmiert. Weiterhin werden diese ergänzt durch Logistikfahrzeuge für Atemschutz etc.

Der B-Schlauch ist einer der am häufigsten genutzten Schläuche in der Feuerwehr. Mit seinem Durchmesser von 75 mm wird er unter anderem zur Wasserförderung von der Wasserentnahme-stelle (Hydrant oder Tank) zum Fahrzeug und von dort aus zum Verteiler genutzt. Weiterhin wird er für Sonderrohre mit einer Wasserabgabemenge über 400 l / Minute genutzt.

 

CBRN steht für Chemische, Biologische, Radioaktive und Nukleare Gefahren.
Gleichbedeutend mit ABC ist der Begriff "Atomar" aufgeteilt in "RADIOAKTIV" (natürlich strahlende Elemente) und "NUKLEAR" (Reaktionen in Folge von Kernspaltungsprozessen).
 

 

 

Kohlenstoffmonoxid, (CO) ist ein Gas, das bei Verbrennungen erzeugt wird. Es ist farb-, geschmacks- und geruchslos.
Schon wenige Atemzüge können den Organismus schädigen. Eine Vergiftung mit CO kann somit auch tödlich enden.
Im Rettungsdienst werden oftmals auch CO-Warner an der Ausrüstung mitgeführt, um im Falle eines CO-Austrittes die schnelle Evakuierung des Gebäudes einzuleiten und die Feuerwehr hinzuzuziehen.

 

Der Chemikalien-Schutzanzug (CSA) wird bei der Feuerwehr zum Schutz vor verschiedenen Gefahren eingesetzt.
Es gibt ihn in mehreren Formen vom Ganzkörper-Einmalanzug bis zum luftdichten Vollschutzanzug, unter dem nur mit Atemschutzgeräten geatmet werden kann.
Für das Tragen des Vollschutz-Anzuges ist ein separater Lehrgang von Nöten. Die CSA-Träger werden dann auch mit einem Grünen Punkt auf dem Helm gekennzeichnet.

 

Der C-Schlauch ist der Schlauch, der in den meisten Fällen für den Löschangriff genutzt wird. Er wird zwischen dem Strahlrohr und dem Verteiler eingesetzt und ist in der Regel 15m lang. 
Varianten für den Innenangriff, wie er beispielsweise im Schlauchpaket eingesetzt wird, können bis zu 30 Meter lang sein. Dies hat den Vorteil, dass die Gefahr reduziert wird, mit der Kupplung von 2 15-Meter-Schläuchen an Ecken im Inneren des Brandobjekts hängen zu bleiben. 
Mit einem Innendurchmesser von 42 oder 52 mm ist er ein Kompromiss aus Beweglichkeit und hoher Wassermenge die benötigt werden kann.

 

 

Unter Dekontamination (kurz "Dekon") versteht man das reinigen von verschmutztem (kontaminiertem) Einsatzmaterial oder auch Personen, die mit gefährlichen Stoffen in Berührung gekommen sind. Hierzu hält der Landkreis Merzig-Wadern ein spezielles Fahrzeug vor, welches im Löschbezirk Losheim am See stationiert ist. Von dort rückt dieses Fahrzeug auch im ABC-Zug des Landkreises Merzig-Wadern aus. 

Die Drehleiter (Automatik) mit Korb oder nur kurz DLK bzw DLAK ist das Hubrettungsgerät der Feuerwehr Wadern.
Eingesetzt wird es zur Menschenrettung und Brandbekämpfung sowie zur technischen Hilfeleistung.
Das Fahrzeug ist mit einem 500kg-Rettungskorb ausgestattet, kann somit mehrere Personen gleichzeitig retten. 
Mit Hilfe einer Einstiegsleiter am Korb kann der Ausstieg aus dem Fenster in den Korb sehr sicher gestaltet werden.
In der Regel werden Personen vor dem Einstieg in den Korb schon in diesem gesichert.
Oftmals wird das Fahrzeug auch vom Rettungsdienst angefordert, wenn ein patientengerechter Transport des Patienten durch beispielsweise enge Treppenhäuser nicht gewährleistet werden kann. Hierzu kann auf dem Korb der Drehleiter eine spezielle Krankentragenhalterung angebracht werden, welche es ermöglicht, die Krankentrage aus den Rettungswägen sicher und einfach mit dem Patient zu transportieren. Durch die Korbfront, die vollständig geöffnet werden kann, kann die Krankentragelagerung auch auf dem Boden des Korbs angebracht werden und ermöglicht so auch in Kombination mit dem Gelenk das Anleitern an Dachfenstern oder schwer zugänglichen Bereichen.
Das Fahrzeug ist vorangig zur Sicherstellung des 2. Rettungswegs in Wohngebäuden beschafft worden. Entgegen der Vermutung, Sondergebäude wie Schulen, Altenheime oder Krankenhäuser seien der Grund für ein solches Fahrzeug werden diese mit einem baulichen 2. Rettungsweg ausgestattet. 
 

Der Wasserdruck bei einem Löschangriff liegt bei ungefähr 5 bar, die am Strahlrohr ankommen.
Bei diesem Druck kann ein optimales Löschergebnis erzielt werden.
Je nach Schlauchlänge und Höhenunterschied muss der Maschinist an der Pumpe den Druck korrekt einstellen.
In manchen Situationen (z.B. Löschangriff über Drehleiter) kann der benötigte Druck auch wesentlich höher liegen, jedoch wird dann ein so genannter Druckminderer eingebaut. 
Dieser verhindert, dass zu viel Druck auf den Schläuchen lastet und diese nicht platzen. 
Geprüft werden die Schläuche mit einem Druck von 14 bar. Diese Prüfung erfolgt automatisch in der Schlauchwaschanlage, die vom Kreis Merzig-Wadern zentral beschafft wurde.

Hier kommen alle schmutzigen Schläuche zum Waschen und Prüfen an und werden bei Bedarf wieder verteilt. 

Bei einer Verbrennung entstehen auch immer brennbare (so genannte pyrolyse) Gase.
Bei gewissen Umgebungsbedingungen (Temperatur, Sauerstoffgehalt etc.) können sich diese entzünden, auch wenn kein direkter Kontakt mit dem Brandherd besteht.
Ausgelöst wird dieser Effekt meistens durch eine hohe Wärmestrahlung ausgehend von dem Brandherd.
Hierbei fängt schlagartig der Raum an zu brennen. Im Englischen wird dieser Effekt als Flashover bezeichnet. 
Dieser ist nicht zu verwechseln mit der Rauchgasexplosion (Backdraft).

Der D-Schlauch ist der kleinste Schlauch, der bei der Feuerwehr eingesetzt wird.
Mit einem Durchmesser von 25 mm ist er leicht und wendig. Er wird immer öfter zur Flächenbrandbekämpfung, manchmal auch für Nachlöscharbeiten eingesetzt.

Die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr werden über Funkmeldeempfänger und Sirenen alarmiert und begeben sich umgehend ins Gerätehaus.
Dort rüsten Sie sich mit ihrer Schutzausrüstung aus und rücken von dort aus.
Die Zeit von Alarmierung bis zum Eintreffen am Einsatzort sind meistens weniger als 8 Minuten.
 

Im Einsatzbericht werden alle relevanten Daten zum Einsatz festgehalten.
Hier werden die Lage beim Eintreffen, die am Einsatz beteiligten Einheiten, durchgeführte Maßnahmen und besondere Vorkommnisse dokumentiert.
Der Einsatzbericht wird nach dem Einsatz erstellt. Während dem Einsatz kann ein Einsatztagebuch geführt werden, welches dann Bestandteil des Einsatzberichtes wird.

Die Einsatzdokumentation oder das Einsatztagebuch wird bei größeren Einsätzen vom Einsatzleitwagen (siehe ELW) übernommen.
Dieser dokumentiert schon während dem Einsatz getroffene Maßnahmen, ankommende Einheiten, erstellt Lagekarten und dokumentiert und organisiert den Funkverkehr an der Einsatzstelle.

Der zuerst an der Einsatzstelle eintreffende Einheitenführer ist auch gleichzeitig der Einsatzleiter.
Diese Funktion behält er in der Regel bis der Einsatz vorüber ist.
Die Einsatzleitung kann er jedoch auch abgeben, beispielsweise wenn der Einsatz so groß ist, dass eine höhere Qualifikation nötig ist.
Er kann von dem ELW bei seiner Arbeit unterstützt werden.

Der Einsatzleitwagen ist das Rückgrat des Einsatzleiters. er übernimmt die Kommunikation mit der Leitstelle, den Einsatzabschnitten und führt die Einsatzdokumentation.
Er kann für die Informationsgewinnung und -Verarbeitung eingesetzt werden.
Dazu ist er mit mobiler Internet-Anbindung, PC, Telefon, Fax, Tablet und mehreren Funkgeräten ausgestattet.

Feuer sind, anders wie manchmal angenommen, nur noch ein kleiner Teil der Einsätze.
Die meisten Einsätze werden inzwischen im Bereich der technischen Hilfe angesiedelt.
Hier sind unter anderem Türöffnungen oder Sturm- bzw- Hochwassereinsätze zu nennen.
Feuer sind jedoch, wenn Sie nicht durch Rauchmelder früh erkannt werden, oft die grösseren Einsätze.

Im Gegensatz zur Berufsfeuerwehr gibt es bei der freiwilligen Feuerwehr kein Sporttest.
Bei Eintritt wird eine Untersuchung nötig, welche eine ganz normale körperliche Grundfitness erfordert.
Erst beim Lehrgang zum Atemschutzgeräteträger wird die Untersuchung mit Lungenvolumentest, Belastung-EKG etc. verlangt.
Diese muss alle 3 Jahre wiederholt werden, bei zunehmendem Alter oder nach einer Erkrankung können die Abstände auch kürzer sein.

Alle Feuerwehrangehörigen in der Stadt Wadern sind mit so genannten Funkmeldeempfängern (FME) ausgestattet.
Da die neue Generation für die digitale Alarmierung vorgesehen sind , werden diese auch als Digitale Meldeempfänger (DME) bezeichnet.
Über diese ist eine Alarmierung und verschlüsselte Übermittlung von Einsatzinformationen möglich ohne die Sirene zu benötigen.
Bei schwerwiegenden Einsatzmeldungen wird diese trotzdem weiterhin ausgelöst.

In der Stadt Wadern sind alle Feuerwehrleute ehrenamtlich tätig.
Mit Übungen, Ausbildungen, Wartungen und natürlich auch Einsätzen investieren wir einige unserer Freizeit für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in der Stadt Wadern.
Für uns gilt die Einsatzbereitschaft rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr

Der Funk der Feuerwehr wird in einem so genannten Tetra-Netz abgewickelt.
Ein Vorteil ist, dass für den Einsatzstellenfunk und den Funkverkehr zur Leitstelle keine unterschiedlichen Geräte nötig sind.
Die Kommunikation ist verschlüsselt und somit nicht abhörbar.

Die Feuerwehrdienstvorschriften (FWDV) regeln die Arbeit in der Feuerwehr.
Die wichtigsten sind die FWDV 1 (Grundtätigkeiten),  FWDV 2 (Ausbildung), FWDV 3(Einheiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz), FWDV 7 (Atemschutz), FWDV 10 (Tragbare Leitern) und FWDV 100 (Führung).  
Somit wird gewährleistet, dass deutschlandweit die gleichen Standards in der Feuerwehr gelten.

Die meisten Löschbezirke in der Stadt Wadern besitzen einen so genannten Förderverein.
Hier können sich auch Bürger oder sogar Firmen engagieren, welche nicht in der Feuerwehr sind.
Der Zweck der Fördervereine ist meistens die Beschaffung von Zusatzausrüstung, die nicht von der Stadt gestellt werden kann, jedoch die Feuerwehrarbeit erleichtert.

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